TEFNIR – Der Zeitdrache
TEFNIR – 1,5 Jahre zwischen Gold, Geduld und einer Idee
Manche Uhren entstehen am Zeichentisch.
TEFNIR begann im Kopf. Und im Bauch.
Während meiner Ausbildung zum Uhrmacher wollte ich mehr bauen als ein Prüfungsstück.
Ich wollte wissen, wie weit ich gehen kann. Wie viel Geschichte, wie viel Handwerk, wie viel Mut in eine Uhr passt.
So entstand TEFNIR.
Die Idee – Mythos trifft Mechanik
Ich habe mich schon immer für Drachen fasziniert. Nicht als Fantasy-Dekor – sondern als Sinnbild für Kraft, Schutz und Kontrolle.
Zeit ist etwas, das wir nie festhalten können.
Also habe ich eine Uhr gebaut, die ihr nicht hinterherläuft – sondern ihr begegnet.
Der Drache ist nicht Schmuck.
Er trägt das Werk.
Er hält die Zeit.
Das Gehäuse – 750er Gold, von Grund auf gedacht
Das Gehäuse habe ich selbst entworfen und in 750er Gold gefertigt.
Keine vorgefertigten Komponenten. Keine Kompromisse.
Jede Linie sollte den Drachen tragen – kraftvoll, archaisch, aber präzise.
Gold ist hier kein Statussymbol.
Es ist Material. Substanz. Verantwortung.
Der Drache – geschnitzt, gegossen, veredelt
Den Werkhalter habe ich zunächst aus Wachs von Hand geschnitzt.
Danach gegossen, ausgearbeitet und emailliert.
Viele Stunden. Viele Versuche.
Und immer wieder die Frage:
Ist er stark genug – technisch und gestalterisch?
Er musste beides sein.
Das Herz – ETA 2671, neu gedacht
Als Basis dient ein ETA 2671.
Ich habe es vollständig skelettiert, graviert und schwarz rhodiniert.
Skelettieren heißt: alles Überflüssige entfernen.
Nur das lassen, was trägt.
Die schwarze Rhodinierung verstärkt die Tiefe und bildet bewusst den Kontrast zum warmen Gold.
Mechanik darf sichtbar sein. Sie lebt von Bewegung.
Der Rotor – schwebende Bewegung
Der Rotor sitzt in einem eigens geschliffenen Bergkristalllager.
Die Schwungmasse besteht aus 750er Gold, lupenreinen Brillanten und Emaille.
Wenn sich der Rotor bewegt, scheint er zu schweben.
Dieser Moment – wenn Mechanik fast schwerelos wirkt – war einer der Gründe, warum ich das so wollte.
Details, die nicht zufällig sind
Zeiger aus 750er Gelbgold – handgefertigt.
Lachsleder-Armband – weich, organisch, lebendig.
Eigens konstruierte Schmetterlingsschließe – emailliert.
Kein Bauteil ist von der Stange.
Jede Komponente wurde gedacht, gezeichnet, gebaut.
1,5 Jahre zwischen Werkbank und Prüfungsstress
TEFNIR entstand während meiner Ausbildung.
Zwischen Theorieunterricht, Werkstatt und Prüfungsvorbereitung.
Es gab Momente, in denen ich dachte:
Warum mache ich mir das so schwer?
Aber genau darum ging es.
Zu sehen, was möglich ist, wenn man nicht den einfachen Weg wählt.
TEFNIR ist kein Produkt
Sie ist ein Beweis.
Dass Handwerk Kunst sein kann.
Dass Mythos und Mechanik zusammengehören.
Dass Zeit nicht nur vergeht – sondern gestaltet werden kann.
TEFNIR ist die Uhr, mit der ich mir selbst bewiesen habe, was möglich ist.

